Ubuntu/Linux Mint: Mehrere Soundkarten gleichzeitig nutzen

Veröffentlicht am Autor JonasHinterlasse einen Kommentar

Warum will man das denn?

Zum Beispiel hat man sich einen neuen schönen Bildschirm gekauft und dieser hat Lautsprecher verbaut, die gar nicht schlecht klingen.

Also jetzt die alten Lautsprecher in die Kiste räumen? Naja aber dann ist der Raumklang ade, da die Bildschirmlautsprecher logischerweise eng beieinander liegen.

Beide kombinieren wäre also nicht schlecht, vor allem wenn man dann die Lautstärke des ausgehenden Signals unabhängig voneinander steuern kann. Also werden zwei Soundkarten benötigt und eine Software, die das Ganze steuert.

Für PC’s gibt es PCI Sound Steckkarten schon ab 5€ neu aus China. Noch billiger und praktischer sind USB Soundkarten. Meine hat ca. 1,60€ gekostet und kam nach 3–4 Wochen.

Die Software dazu hat man als Linux Mint/Ubuntu User praktischerweise schon fast komplett auf dem PC.

Also los:

Grundsätzlich geht das mit jedem Linux-System das PulseAudio nutzt.

Ist dies der Fall, dann muss nur noch…

 

sudo apt-get install paprefs

installiert werden… dann startet man paprefs und…

theoretisch könnte man nun

pulseaudio -k
pulseaudio -D

ausführen, um den SoundServer neu zu starten. Das Starten nach dem Stop klappte bei mir allerdings nicht … Also Benutzer abmelden und wieder anmelden.

Wenn man dann die Sound-Verwaltung startet (unter Mint -> mate-volume-control) sollte das so aussehen:

Beim Klicken auf z.B. „CM108“ ist es nun möglich, die Lautstärke dieser Soundkarte unabhängig von der Gesamtlautstärke zu verändern. Nach dem Ändern schaltet man dann auf Simultan Ausgabe zurück.

Desk. Speeker            —–         50%

Bildschirm Speeker   ———    80%

Simultane Ausgabe  ———- 100%

Diese Einstellung würde also im Verhältnis zu den Desktop-Lautsprechern eine stärkere Gewichtung auf die Bildschirm-Lautsprecher legen.  Wenn dann der „Drehregler“ unten rechts im Bildschirm betätigt wird, dann verändert sich die Lautstärke beider im entsprechendem Maß.

Nach dem Setup lief YouTube usw. bei mir super, nur das Internet-Radio über den VLC-Player hatte ab da einen Hall bekommen. Das Ganze ist aber ganz schnell behoben, indem ich in der .m3u Playlist Datei

aus:

#EXTINF:0,hr3
http://metafiles.gl-systemhaus.de/hr/hr3_2.m3u
#EXTINF:0,hr3
#EXTVLCOPT:network-caching=2000
http://metafiles.gl-systemhaus.de/hr/hr3_2.m3u
gemacht habe.
Hier noch ein Kleine Besonderheit beim VLC Player.

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